Pflanzenlampen und Pflanzenbeleuchtung
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Verschieden Arten von Pflanzenlampen

Für die Beleuchtung beim Anbau von exotischen Pflanzen braucht man meist mehr als nur das reine Leuchtmittel. Wenn man mit den effektivsten Lampen arbeiten will - den Natriumdampflampen oder Metallhallogenlampen - benötigt man beispielsweise ein Vorschaltgerät. Desweiteren wird ein Reflektor benötigt wenn er in die Armatur nicht ingetriert ist. Hier ein Überblick über die üblicherweise verwendeten Geräte.

Wie viel und welches Licht benötigt die Pflanze?

Das Licht ist für die Pflanzen nebst Wasser, Nährstoffen und Luft das Wichtigste für das Pflanzenwohlbefinden überhaupt. Ohne Licht findet keine Photosynthese statt und die Pflanzen gehen sehr schnell ein - wobei meistens ein Lichtmangel herrscht und die Pflanze sich nicht optimal entwickeln kann.

Für Pflanzen in der Indoorzucht gilt: Je mehr Licht umso höher fällt der Ertrag aus. Für 1m² sollte man in der Wuchsphase mit 20.000 Lumen rechnen und einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin.
Viel weniger sollte es nicht sein wenn man ausschließlich mit Kunstlicht arbeitet, sonst kümmern die Pflanzen.

Für die Blütephase sollte man dann ab 50.000 Lumen pro m² aufwärts beleuchten. 3500 Kelvin sind hierbei ideal. Die Wattzahl hat hiermit nicht viel zu tun. Es kommt auf die Lichtleistung an.

Jetzt wollen wir auf die Leuchtmittel die verwendet werden genauer eingehen:

Natriumdampflampen (NDL):

Natriumdampflampen haben sich in der Vergangenheit am besten bewährt. Sie bei 400W über 50.000 Lumen und ein Optimales Lichtspektrum für die Blüte. Die Pflanzen können das Licht hervorragend umsetzen und gedeihen prächtig.
Leider hat diese Lampe auch einige gravierende Nachteile. Zum einen ist der Stromverbrauch sehr hoch. Wer also einen m² ausleuchten will, zahlt schon mal schnell 30€ im Monat, außerdem sind die Lampen auch in der Anschaffung sehr teuer. Und zum anderen werden die Lampen sehr heiß, was nicht unbedingt nachteilig sein muss, aber in der Regel eine gute Belüftung voraussetzt. Außerdem muss man darauf achten, dass die Pflanzen nicht verbrennen. Man sollte immer einen Abstand von 50cm zur Pflanzenspitze einhalten.
Die Lampen sind ab ca. 85€ zu z.B. auf www.headshop.de zu haben. Man sollte auf die Qualität achten, da es schließlich auch eine Frage der Sicherheit ist.

Leuchtstoffröhren (LSR):

Leuchtstoffröhren sind für die Aufzucht und den Anfang der Vegetationsphase sehr gut geeignet. Kleine Sämlinge mit über 50.000 Lumen zu bestrahlen macht wenig Sinn. Außerdem sind sie sehr billig und verbrauchen wenig Strom. Man muss die Lampen aber so nah wie möglich an die Pflanzen ranbringen und darauf achten, dass die Pflanzen direkt unter den Lampen stehen. Sonst bekommen sie zu wenig Licht.
Für die Blüte sind LSR allerdings denkbar ungeeignet, da sie schlicht weg das falsche Farbspektrum aufweisen und zu wenig Licht produzieren.
Für die Aufzucht empfiehlt sich eine 4er Armatur in der 3 CoolWhite und ein WarmWhite Leuchtmittel eingeschraubt werden. So wird das Farbspektrum vollständiger.

Energiesparlampen für die Pflanzenzucht:

Hier hat der Markt in den letzten Jahren einige Entwicklungen hervorgebracht. Es handelt sich um spezielle Energiesparlampen mit besonders vielen Windungen. Diese Lampen verbrauchen nicht so viel Strom wie NDL’s und werden auch nicht so heiß. Der Nachteil ist, dass sie nicht mehr Lichtleistung bringen als eine NDL bei gleicher Wattzahl. Somit wäre ein Spareffekt auszuschließen, wenn man seine Pflanzen gut beleuchten will. Außerdem kosten die Lampen meist genau so viel wie eine NDL. Die Lampen haben ca. 60 Lumen pro Watt.


Wie viel Strom verbraucht meine Lampe?
Das kann man sich ganz einfach berechnen:

(W x T x 30 x S) / 1000 = G

  • W = Watt
  • T = Zeit die die Lampe am Tag brennt.
  • S = Preis in Euro, den man für 1kw/h bezahlt.
  • G= Summe in Euro die die Lampe monatlich kostet.

Um das noch mal zusammenzufassen:


Ideal ist eine Kombination aus Energiesparlampen und NDL. Die Energiesparlampen sollte man für Keimlinge und Stecklinge, sowie die Ersten Wochen in der Vegetationsphase benutzen, danach ist dringend eine Natriumdampflampe zu verwenden. Alles andere verringert den Ertrag erheblich.


Aus Kostengründen wollen viele nur mit Leuchtstoffröhren beleuchten. Das geht, wie gesagt, aber der Ertrag fällt wesentlich geringer aus wodurch man dann doch wieder nicht gespart hat.
Und alles andere an Leuchtmittel wie Schwarzlicht, Rotlicht, Baustellenstrahler und sonstiges hat im Growroom nix zu suchen. Damit können die Pflanzen nichts anfangen und werden entweder total mickrig, oder gehen sogar ein.


Es macht viel Sinn etwas mehr in eine vernünftige Beleuchtung zu investieren.